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Kinesio-Taping

Bisherige feste Tapes werden zur Stabilisierung von Gelenken und zur Immobilisierung eingesetzt. Dies führt häufig zu Stauungen einer Extremität und zur Verlängerung der Verletzungsphase. Bei längerer Ruhigstellung resultiert ein Abbau der Muskulatur und eine Schrumpfung der Gelenkkapsel. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem Kinesio-Tape um ein dehnbares und elastisches Material, mit dem man sich bewegen soll. Somit wird eine bedingte Ruhigstellung des Gelenkes unter gleichzeitiger Anregung der Muskeldurchblutung und der Lymphdrainage durch die ständigen Massagebewegungen erzielt.

Der verwendete Kleber wird nach Anlage des Tapes aktiviert und ist nach 30 Minuten belastbar. Das Tape ist so konstruiert, daß die Haut atmen kann und für Schweiß durchlässig ist. Es kann somit beim Sport treiben, Schwimmen oder unter der Dusche belassen werden. Das Tape besteht aus reiner gefärbter Baumwolle in den Farben rot, pink, blau und hautfarben und hat eine variable Eigenelastizität.

Nach Anlage des Kinesio-Tape erfolgt ein positiver Einfluß auf die umlaufenden Systeme, so daß Blut und Lymphe besser zirkulieren. Dieses hat einen durchblutungsfördernden wie auch entstauenden Effekt. Hierdurch tritt eine Reduzierung der Schmerzen, teilweise bis zur Schmerzfreiheit auf.

Beim Anlegen des Tapes ist eine exakte Kenntnis der Körperanatomie erforderlich. Das Tape wird im Verlauf der betroffenen Muskulatur aufgebracht und je nach Indikation ohne oder mit Vordehnung auf die Haut geklebt. Was die Farben betrifft, so stehen rot, blau, hautfarben und schwarz zur Verfügung. Eine individuelle kinesiologische Farbtestung ergibt die Auswahl.

Vor Anlage des Tapes sollte die Haut trocken und nicht mit Fetten oder Salbenpräparaten eingerieben worden sein. Bei stark behaarten Bereichen sollte vorher eine Rasur erfolgen. Nach 30 Minuten ist der Kleber so gut aktiviert, daß er zuverlässig über mehrere Tage haftet. Dieses sollten vor allem Sportler beachten. Entfernen lässt sich das Tape am besten im nassen Zustand. Man strafft dazu die Haut und zieht das Tape in Haarrichtung ab.

Grundsätzlich führt das Kinesio-Tape dann zum Erfolg, wenn zuvor eine sorgfältige Erhebung der Krankenvorgeschichte und eine Untersuchung des Patienten auf schmerzhafte Druckpunkte und eingeschränkte Beweglichkeiten stattgefunden hat. Die Druckpunkte, sogenannte Trigger-Punkte, sind entscheidende mitzubehandelnde Lokalisationen. Die Farbe des Tapes wird, wie bereits oben angeführt, nach energetischen Gesichtspunkten gewählt. Grundsätzlich ist so lange zu tapen, bis der Patient schmerzfrei oder deutlich schmerzreduziert ist.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass Kinesio-Taping selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung von Krankheitszuständen beinhaltet. Die Anwendung beruht auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapiemethode (Kinesio-Taping) selbst. Nicht für jeden Anwendungsbereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Kenntnissen, d. h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.

Die Kosten für das Kinesio-Taping werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet und von den Privatkassen und Beihilfestellen in aller Regel übernommen.

Weitere Informationen und Termine erhalten Sie in meiner Praxis.

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